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Das Herz Tschechiens: Willkommen in der „goldenen“ Stadt Prag

Eine der großen europäischen Metropolen erwartet Sie!

Karlsbrücke, Prager Burg, Altstädter Ring  und Wenzelsplatz: Das sind die ganz großen touristischen „Meilensteine“ der tschechischen Hauptstadt. Doch auch nicht ganz so bekannte Orte wie der Petrin (Laurenziberg) mit dem „Prager Eiffelturm“ – der die Kleinseite dominiert und schon Kafka als Ausflugsziel diente – oder die idyllische Moldauinsel Kampa, die  seitlich der Karlsbrücke gelegen und damit ganz in der Nähe des pulsierenden Touristenstroms mit überraschender Ruhe und ganz viel Grün als willkommener Ruhepol zum Innehalten einlädt, sollte man in Prag gesehen haben.

Ein Schwerpunkt unserer Angebote für Prag sind Musikreisen, die wir mit unserer über 20-jährigen „Tradition“ für Pragtouren und unseren ausgezeichneten Kontakten zu den Prager Spielstätten auf den Punkt genau inszenieren. Ob Rudolfinum, Nationaltheater, Staatsoper oder Obecní dům – wir kombinieren die schönsten Opern und attraktivsten Veranstaltungen mit stilvoller Hotelübernachtung für Ihren perfekten Aufenthalt in Prag. Entdecken Sie doch neben unseren allgemeinen Angeboten für Tschechien auch unsere Specials für die Stadt an der Moldau!

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Foto: © compact tours

Blick über die Dächer von Prag zum Hradschin

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Rund- und Studienreisen Tschechien

Rund- und Studienreisen Tschechien

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Auf den Spuren des weltberühmten tschechischen Bieres

Ein Bier geht um die Welt: das Pilsener

Unvorstellbar, dass in der tschechischen Stadt Pilsen einmal ein besonders schlechtes Bier gebraut worden sein soll. Und doch war vor etwa 175 Jahren exakt das der Fall – und wurde zum Wendepunkt und Ausgangspunkt für einen Mythos. Unterstützung holten sich die ihres Bieres überdrüssigen Bürger Pilsens allerdings bei einem Bayern, dem Vilshofener Braumeister Josef Groll, der schon länger an der Entwicklung eines untergärigen Bieres gearbeitet hatte. Am 5. Oktober 1842 war es dann soweit: das erste Pilsener Bier mit dem besonders weichen und salzarmen böhmischen Wasser, dem Saazer Hopfen und nur leicht geröstetem, hellem Malz wurde gebraut. Schon im November 1842 wurde es in den Pilsener Gasthöfen wie zum Beispiel dem „Goldenen Adler“ auf den Tresen gebracht und begannt von da an seinen Siegezug um die Welt.

Folgen Sie den Spuren tschechischer Braukunst auf den folgenden Touren: Die Gruppenreisen „Böhmische Biererlebnisse“ und „Hopfen und Malz – Gott erhalt’s“ widmen sich unter anderem mit Brauereibesichtigungen und Bierproben der Legende des böhmischen Gerstensaftes.

Foto: © czechtourism | David Marvan

Das berühmte tschechische Bier


Wissenswertes über Tschechien

Die Geografie Tschechiens

Die tschechische Landschaft definiert sich durch Beckenregionen, die von Gebirgen eingeschlossen und untergliedert werden. Der Böhmerwald (Šumava), das Erzgebirge und die Sudeten sind dabei die nach Südwesten, Norden, Nordwesten und Nordwesten begrenzenden Erhebungen. Innerhalb Tschechiens bildet die Böhmische-Mährische Höhe (600-800 Meter über dem Meeresspiegel) die natürliche Grenze zwischen den beiden Landesteilen Böhmen und Mähren. Zu Mähren gehören bereits Anteile des Wiener Beckens und des Karpatenvorlandes.

Die Beckenlage bewirkt ein ausgesprochen mildes Klima, dass im Saazer Becken den Anbau von Hopfen und in Mähren den des Weins begünstigt.

Die Tschechische Republik grenzt an Deutschland, Polen, die Slowakei und Österreich.  

Tschechische Vor- und Frühgeschichte

Die Venus von Dolní Věstonice und andere Funde belegen für Mähren bereits Siedlungsspuren von Mammutjägern (etwa 25.000 v. Chr.). In der jüngeren Eisenzeit besiedelte der keltische Stamm der Boier Teile des heutigen Tschechiens. Deren lateinischer Name „Boiohaemum“ wurde zum Stichwortgeber für den heutigen Begriff „Böhmen“. Auf die Kelten folgten Germanen – Markomannen in Böhmen und Quaden in Mären. In der Völkerwanderungszeit zeigte sich das heutige tschechische Territorium seltsam menschenleer. In der Mitte des ersten Jahrtausends wanderten dann von Osten – wahrscheinlich sogar von jenseits des Dnepr kommend – die ersten Slawen ein. Ihr erstes Reich war von 623 bis 658 das der Samo. Im 8. und 9. Jahrhundert geriet Böhmen dann unter den Herrschaftseinfluss Karls des Großen. In Mähren formte Mojmir I. etwa zur gleichen Zeit das Mährerreich. Für den kurzen Zeitraum von etwas über 5 Jahren wurde Böhmen dann sogar Teil des Mährerreiches. Großmähren sollte nach knapp 100 Jahren aber schon wieder zerfallen …

Die Dynastie der Přemysliden

Der berühmteste der Přemysliden ist wohl der „Heilige Wenzel“ – nach ihm ist zum Beispiel der Prager Wenzelsplatz benannt. Als Fürst herrschte er über ein gewisses Territorium rund um Prag und wurde – wahrscheinlich im Konflikt um die Dominanz der Ostfranken in der Region – von seinem eigenen Bruder Boleslav getötet. Der Kult um seine Person setzte bereits kurz nach seinem Tode ein.

Im Jahre 1085 wurde mit Vratislav II. der erste Přemyslide zum böhmischen König gekrönt. Verliehen wurde ihm der Titel von Heinrich IV., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Ab 1212 war der Königstitel den Přemysliden dann erblich zugesichert. Als Teil des Heiligen Römischen Reiches verfügte das Königreich Böhmen über weitgehende Selbstbestimmung. Da der jeweilige böhmische Herrscher fortan zu den „sieben Kurfürsten“ zählte, war sein politischer Einfluss innerhalb des Reiches oftmals von großer Bedeutung.

Mit der Ermordung Wenzel III. im August des Jahres 1306 endete die Dynastie der Přemysliden

Die Hussiten

Jan Hus, der in Prag studiert hatte und später zeitweise Rektor der berühmten Karls-Universität gewesen war, hatte sich in seinen Predigten nicht nur für ein tugendhaftes Leben eingesetzt, sondern auch die Habsucht der Kirchenoberen kritisiert. Das sorgte für Unmut beim Prager Erzbischof und schnell war es Hus verboten zu predigen. Ein Verbot, an das er sich nicht halten sollte. Noch vier Jahre lang konnte Hus unter der schützenden Hand des Königs weiter tätig sein, dann musste er fliehen. Die folgenden zwei Jahre verbrachte Jan Hus auf der Ziegenburg in Südböhmen, der Burg Krakovec und als Wanderprediger. In diese Zeit fallen auch seine wesentlichen Arbeiten, die Meilensteine für die Entwicklung der tschechischen Schriftsprache werden sollten, darunter sein Beitrag der Bibelübersetzung in die Landessprache. Mit der Zusage des deutschen Königs Sigismunds auf freies Geleit reiste Jan Hus 1414 zum Konzil nach Konstanz, um hier seine theologischen Ansichten darlegen zu können. Die Zusage wurde gebrochen und Jan Hus am 6. Juli 1415 – da er seine Lehren nicht widerrufen wollte – zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Noch am Nachmittag des selben Tages wurde das Urteil vollstreckt.

In Böhmen nahm man das Urteil mit Empörung auf: 425 Adelige sandten einen Protest und schlossen sich zusammen. Eine böhmische Freiheitsbewegung entstand. 1419 kam es dann zum ersten Prager Fenstersturz: Hussiten stürmten das Ratshaus und warfen einige Ratsherren zum Fenster hinaus. Kurz darauf begannen die Hussitenkriege – 1420 tobten die Kämpfe in Prag, während König Siegismund den Hradschin besetzte, scheiterte er mit der Eroberung des Vyšehrad, der zweiten Prager Burg. Diese blieb in der Hand der Hussiten. Unter Jan Žižka und nach seinem Tod unter Andreas Prokop konnten die Hussiten für viele Jahre das militärische und politische Geschehen dominieren. Ihre nunmehr auf offensiven Aktivitäten führten sie in nördlicher Richtung bis in den Raum Danzig, in südlicher bis nach Ungarn. Der Gegenseite war zu Verhandlungen gezwungen und zeitweise schwiegen die Waffen. 1434 führte ein schwerer taktischer Fehler Andreas Prokops in der Schlacht von Lipan zur vernichtenden Niederlage der Hussiten. Ein letztes Aufbäumen gab es noch einmal unter Jan Roháč, aber mit dessen Hinrichtung auf dem Altstädter Ring am 9. September 1437 war das Kapitel der Hussitenkriege beendet.

Die Ära der Habsburger

Fast 400 Jahre – von 1526 bis 1918 – gehörte das Königreich Böhmen zum Herrschaftsgebiet der Habsburger. Die Habsburger hatten bereits knapp 300 Jahre zuvor zum ersten Mal aus ihren Reihen einen König des Heiligen Römischen Reiches gestellt und sollten über die Jahrhunderte hinweg eine wesentliche Rolle in der europäischen Politik spielen. Es begann damit, dass die böhmischen Stände Ferdinand I. als König von Böhmen akzeptierten. Das sie sich 21 Jahre später anders, aber der entsprechende Aufstand wurde niedergeschlagen. 1583 wurde dann Prag anstelle von Wien zum Regierungssitz der Habsburger, Kaiser Rudolf II. siedelte mit seinem gesamten Hofstaat in die Metropole an der Moldau über. Es folgte ein Aufschwung für Wissenschaft, Kultur und Kunst!

Der Prager Fenstersturz führt zum Dreißigjährigen Krieg

Die Unzufriedenheit der böhmischen Stände war auf ihrem Höhepunkt, als 1618 einige ihrer Vertreter in die Kanzlei der Prager Burg eindrangen und zwei kaiserliche Statthalter und einen Schreiber kurzerhand aus dem Fenster beförderten. Alle drei Personen überlebten diese Aktion nahezu unverletzt. Eines führte aber zum anderen – es kam zum böhmischen Aufstand gegen den Kaiser. Als dieser 1619 starb, wählten sich die böhmischen Stände den protestantischen Deutschen Friedrich von der Pfalz zu ihrem neuen König von Böhmen, ein Affront für die Habsburger! Der ihm von der kaiserlichen Propaganda verliehene Titel „Winterkönig“ – in Anspielung darauf, wie lange er sich wohl im Amt würde halten können, blieb zeitlebens an ihm haften, als die Prognose sich bewahrheitete. Die Schlacht am Weißen Berg bei Prag brachte den böhmischen Ständen eine vernichtende Niederlage und dem Sieg des kaiserlichen Truppen. Der „Winterkönig“ musste fliehen. Die Rache der Kaiserlichen ist furchtbar: Am 21 Juni 1621 werden die 27 Anführer des Aufstands auf dem Altstädter Ring in Prag, darunter tschechische und deutsche Adelige, auf teils grausame Weise hingerichtet. Viele Protestanten verließen das Land und gingen ins Exil. Ihre Besitztümer eignete sich die katholische Gegenseite an.

In der Folge kam es zu einer massiven Unterdrückung all jener, die nicht katholisch waren, die tschechische Sprache wurde verdrängt. Und mit der Autonomie Böhmens war es weitgehend vorbei – ab sofort wurde alles von Wien diktiert!

Die nationale Wiedergeburt der Tschechen

Ende des 18. Jahrhunderts fügte Kaiser Joseph II. seinem Absolutismus eine Prise „Aufklärung“ hinzu. „Alles für das Volk; nichts durch das Volk“ lautete seine Devise. Unter anderem wurde 1781 die Leibeigenschaft aufgehoben. Die Stimmung der Zeit und auch die nationalen Bestrebungen der Tschechen konnten dadurch nicht gestoppt werden. Gegenüber den Deutschen und den Ungarn innerhalb der Donaumonarchie fühlten sich die Tschechen zurückgesetzt. So waren den Tschechen im Unterschied zu den Ungarn nicht einmal Zeitungen in ihrer eigenen Sprache erlaubt. Im Gegenzug gründeten die Tschechen zahlreiche Gesellschaften zur Förderung ihrer Sprache und Kultur – hierbei wurden sie unter anderem auch von den deutschen Romantikern unterstützt.

Der Prager Pfingstaufstand 1848 wurde noch blutig niedergeschlagen, aber der Wille der Tschechen zum eigenen Nationalstaat war unaufhaltbar. Siebzig Jahre später kam es zur Gründung der Tschechoslowakei. Tomáš Garrigue Masaryk wurde ihr erster Präsident.

Zwischen den Kriegen und zweiter Weltkrieg
Zwanzig Jahre waren der sogenanten Tschechischen Republik vergönnt. Die deutsche Minderheit (ca. 30% – bezogen auf das Terrnten Ersitorium des heutigen Tschechiens) bildeten im Sudetenland die Mehrheit und die Sudetendeutsche Partei unter Konrad Henlein betrieb in Abstimmung mit Adolf Hitler die Zuspitzung der Sudetenkrise. Nachdem Österreich bereits an das Deutsche Reich „angeschlossen“ worden war, streckte der deutsche Diktator seine Hände nun auch nach tschechischem Gebiet aus …

Die Appeasement-Politik der Franzosen und Briten – in der Hoffnung, Hitler durch Nachgeben zu besänftigen und damit einen drohenden Krieg abzuwenden – führte  1938 zum Münchner Abkommen. Die Tschechoslowakei musste das Sudetengebiet, immerhin ein Drittel ihres Territoriums an Deutschland abtreten. Es entstand die verkleinerte, sogenannte „Zweite Republik“.

Doch im historischen Maßstab war nur die Zeitlänge eines Wimpernschlages gewonnen. Schon im März 1939 marschierten deutsche Truppen in Prag ein und annektierten das abschätzig als „Rest-Tschechei“ bezeichnete Land. Es entstanden die Protektorate Böhmen und Mähren, die Erste Slowakische Republik wurde zum Marionettenstaat von Hitlers Gnaden. Reichsprotektor Reinhard Heydrich führte ein barbarisches Regime gegen die als Arbeitskräfte für die Rüstung benötigte tschechische Bevölkerung. Bis November 1941 ließ der „Henker von Prag“ offiziell 404 Todesurteile vollstrecken. 1942 gelang zwei tschechoslowakischen Widerstandskämpfern ein Attentat auf Heydrich. Als „Vergeltungsmaßnahme“ ging das Massaker von Lidice in die Geschichte ein.

Am 5. Mai begann der Prager Aufstand gegen die deutschen Besatzer. Vier Tage später marschierten sowjetische Truppen in Prag ein.

Sozialismus, Prager Frühling und Samtene Revolution
Drei Jahre benötigten die stalinistisch ausgerichteten Kommunisten unter Klement Gottwald, um die Macht an sich zu reißen. Es kam zur Verfassungsänderung nach sowjetischem Vorbild und Schauprozessen mit einer Flut an Todesurteilen (Slánský-Prozess). Gottwalds Nachfolger Antonín Novotný setzte die harte Linie in abgeschwächter Form fort. Erst der „Prager Frühling“ des Alexander Dubček mit dem Versuch, einen menschlicheren Sozialismus zu etablieren, brach mit der „neostalinistischen“ Linie Tschechiens. Mit der Niederschlagung dieser Reformbewegung durch Truppen des Warschauer Vertrages endete diese kurze Phase des „Tauwetters“. Für die nächsten zwanzig Jahre blieb Tschechien mehr oder weniger von Moskau aus gesteuert. Erst die „Samtene Revolution“ im Spätherbst und beginnenden Winter 1989 mit der Schlüsselfigur Václav Havel führte Tschechien wieder in die wirkliche Unabhängigkeit.