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29. Januar 2009
Reise durch die Berliner Nachkriegsgeschichte
„compact“-Gruppenreise nach Berlin zum 20. Jahrestag des Mauerfalls
Vor 20 Jahren befand sich Berlin für einige Tage im Ausnahmezustand: Die Mauer, die durch die heutige Bundeshauptstadt führte und Symbol des Kalten Krieges und der Teilung Deutschlands war, „fiel“ am 9. November 1989 nach über 28 Jahren. Kaum ein Jahr später folgte die deutsche Wiedervereinigung. Seither hat sich in Berlin viel verändert: Beide Stadthälften sind zusammengewachsen, Gebäude wurden restauriert, neue Viertel und innovative Bauten sind entstanden. Anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls bietet der in Dresden und Berlin präsente Paketreiseveranstalter „compact tours“ nun eine viertägige Reise für Gruppen ab 20 Personen an, die zu den Berliner Schauplätzen der deutschen Nachkriegsgeschichte führt.
Die Reise beginnt an einem Panoramapunkt im Zentrum Berlins, direkt an der ehemaligen Grenze, wo man aus 100 Meter Höhe auf das Brandenburger Tor, den Reichstag und das Bundeskanzleramt blicken kann. Anschließend geht es weiter zum Checkpoint Charlie, dem bekanntesten ehemaligen Grenzübergang. Dort informiert eine Ausstellung über die Geschichte der beiden Stadtteile, ihre Gegensätze und Gemeinsamkeiten.
Am zweiten Tag besuchen die Reiseteilnehmer zunächst das DDR-Museum, bevor sie mit dem Bus nach Wandlitz fahren. In dem 35 Kilometer nördlich von Berlin gelegenen Ort baute man von 1958 bis 1961 die hermetisch abgeriegelte Waldsiedlung Wandlitz für das SED-Politbüro. Vor 1989 hatte kein DDR-Journalist je einen Blick dort hinwerfen können. Weiter führt die Reise zur ehemaligen Kaderschmiede der FDJ - eine Anlage wie ein Schloss, doch das Areal verfällt langsam.
Sportliche Betätigung ist am dritten Tag angesagt: Mit dem Fahrrad geht es 12 Kilometer entlang des ehemaligen „Todesstreifens“, vorbei an Grenzübergängen, Mauerresten und Geisterbahnhöfen. Zurück am Ausgangspunkt kann man sich mit einer Currywurst am ältesten und berühmtesten Imbissstand Berlins stärken, bevor es zum Besuch der letzten noch im Original erhaltenen DDR-Plattenbauwohnung mit Filz- oder PVC-Spannteppichen und DDR-Möbeln geht. Der Abend steht dann zur freien Verfügung und kann entweder im Friedrichstadtpalast oder auch im Admiralpalast verbracht werden, wo Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck 1946 mit einem Handschlag die Vereinigung von SPD und KPD zur SED besiegelten. Am vierten Tag erfolgt dann die Heimreise.
„Sämtliche Übernachtungs- und Eintrittskosten sind im Reisepreis enthalten, genauso wie das Leihfahrrad und die Begleitung durch unsere Reiseleiter“, so Matthias Putscher, Geschäftsführer von „compact tours“. „Das Angebot richtet sich vor allem an Vereine und Firmen, in jedem Fall aber an Gruppen über 20 Personen.“
Preis pro Person im Doppelzimmer: 189 Euro, Einzelzimmerzuschlag: 80 Euro, Reisezeit nach Vereinbarung
Für Anmeldung/Rückfragen: Matthias Putscher, Tel.: 0351 – 80 80 911
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